Schlangenknöterich lädt Rosenkäfer und Raupe der Gammaeule zum Frühstück ein. (c) Claudia Zwietasch

Philosophie

Wir können eine Menge über Wildkräuter in Büchern und auch im Internet erfahren. Auch Führungen, Präsentationen und Vorträge bringen uns das Wissen über die Pflanzen näher. Umfangreiche und wertvolle Tipps zur Verwendung in der Wildkräuterküche und in der Heilkunde sind wieder voll im Trend und geben uns mehr Sicherheit  im Umgang mit den Kräutern. 


Das Erleben der Pflanzen mit allen Sinnen in der freien Natur ist für mich jedoch der interessanteste Weg die heimische Pflanzenwelt zu erkunden. Und das Faszinierendste daran ist: "Man findet die Wildpflanzen überall!" Vor der Haustür, an Wegen, Wiesen, Felden, Bächen, Flüssen, Seen aber auch auf Ödland, alten Bahngleisen, Industriegebieten und vielen anderen vergessenen Orten begrünen sie den Boden. Es ist so einfach und es lässt mich immer wieder Staunen, wie viele Pflanzen ich aufs Neue entdecke. Mit offenen Augen, manchmal auch mit Lupe und Fotoapparat ausgerüstet, offenbart sich mir bei näherem Hinsehen immer wieder das Bezaubernde und Vollkommene der Natur. 


Carl von Linné (1707 - 1778), dem schwedische Naturwissenschaftler, Botaniker und Mediziner kann ich nur aus vollem Herzen zustimmen, wenn er sagt:



"In den kleinsten Dingen zeigt die Natur die allergrößten Wunder"